Im ungarischen Parlament wurde Peter Magyar mit 140 von 199 Stimmen zum neuen Regierungschef gewählt, während 54 Abgeordnete gegen ihn stimmten und einer sich der Stimme enthielt. Vier Parlamentarier nahmen nicht an der Wahl teil.
Nachdem Viktor Orbán, ein rechtsnationaler Politiker, 16 Jahre lang das Amt des Premierministers innehatte, tritt Magyar seine Nachfolge an. Bei den jüngsten Parlamentswahlen errang die Tisza-Partei von Magyar einen klaren Sieg mit 53 Prozent der Stimmen und sicherte sich damit 141 der 199 Mandate im Parlament. Dieser Vorsprung ermöglicht es ihr, über eine Zweidrittelmehrheit zu verfügen und somit Verfassungsänderungen eigenständig vorzunehmen.