Die Nachfolge von Corine Mauch (SP) als Stadtpräsidentin ist praktisch gesichert, dennoch muss es zu einem zweiten Wahlgang kommen. Raphael Golta der SP erhielt zwar am 8. März die meisten Stimmen, erreichte aber nicht das absolute Mehr und gilt somit noch nicht als gewählt. Die Zürcher Gemeindeordnung verlangt für das Stadtpräsidium eine Urnenwahl, weshalb Golta nun am Sonntag, den 10. Mai, in einen zweiten Wahlgang muss – obwohl er der einzige Kandidat ist.
Im ersten Wahlgang stand Raphael Golta bürgerlicher Konkurrenz gegenüber, die jedoch nicht in die Zürcher Regierung gewählt wurde. Beim zweiten Wahlgang dürfen lediglich die neun Stadtratsmitglieder mitmachen. Ein Herausforderer hätte somit nur aus diesen Reihen kommen können.
Doch niemand will Golta herausfordern: Von der SP und den Grünen, die zusammen sieben der neun Regierungsmitglieder stellen, wird er nicht angegriffen. Auch Andreas Hauri (GLP) und Michael Baumer (FDP) lehnten ab.
Trotzdem wären alle Stadtratsmitglieder wählbar geblieben. Da das absolute Mehr im zweiten Wahlgang entfällt, zählt nur noch die meisten Stimmen. Raphael Golta, der einzige offizielle Kandidat, wird diese voraussichtlich erhalten.
Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 8.5.2026, 17:30 Uhr