In einer Reaktion auf ihren Austritt aus der Grünen-Kantonsratsfraktion im Kanton Luzern hat Sabine Heselhaus, unterstützt von dem Verein Fairmedia, die Darstellung ihrer ehemaligen Parteikollegen hinterfragt. Die Fraktion hatte ihre Zusammenarbeit beendet und kritisiert, dass sie persönliche Interessen mit ihren Pflichten als Kantonsrätin vermischt habe.
Die Fraktion des Kantons Luzern gab bekannt, die Zusammenarbeit mit Heselhaus eingestellt zu haben, da diese angeblich ihre Rolle im Parlament mit privaten Belangen verknüpft habe. Dieser Vorwurf wurde von den Medien, einschließlich zentralplus, aufgegriffen.
Heselhaus wies die Anschuldigungen zurück und betonte ihr Recht, sich für Gleichbehandlung vor Gericht einzusetzen: «Es gehört zu meinen Grundrechten, mich gegen fehlende Gleichstellung vor Gerichten oder Behörden zur Wehr setzen zu dürfen. Das ist ein essenzieller Bestandteil der Demokratie und des Rechtsstaats.» Sie widersprach auch dem Vorwurf, ihre Rolle als Kantonsrätin mit privaten Interessen vermischt zu haben.
Fairmedia, ein gemeinnütziger Verein aus Basel, der sich auf Beratung in Fällen unfairer Medienberichterstattung spezialisiert hat, unterstützt Heselhaus. Der Verein kritisierte die Medienmitteilung der Grünen-Fraktion als potenziell persönlichkeitsverletzend und forderte deren Löschung.
Nachdem Fairmedia mit einem auf Medienrecht spezialisierten Anwalt Kontakt zu den Grünen Luzern aufgenommen hatte, wurde die umstrittene Mitteilung von der Fraktionswebseite entfernt. Auf Nachfrage von zentralplus erklärten die Grünen, keinen Verletzungsabsicht gehabt zu haben und reagierten aus Kulanz und zur Deeskalation mit dem Entfernen der Mitteilung.
Fairmedia betonte, dass Medienmitteilungen politischer Natur die Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten respektieren sollten, insbesondere wenn eine breite Verbreitung erwartet wird. Sie begrüßten das Handeln der Grünen bezüglich des Löschens der Mitteilung und unterstrichen das Recht von Politikerinnen auf Privatsphäre.