Frutigen-Niedersimmental, 12.05.2026 – 08:06
Während die meisten Schweizer am Dienstag von Regenwetter geweckt wurden, erlebten einige ein unerwartetes weißes Erwachen – sogar unterhalb der 1000 Meter-Marke.
Die Eisheiligen haben in diesem Jahr ihre Vorhersagen eingelöst. Bauern warten oft bis nach diesen üblicherweise kalten Tagen Mitte Mai mit dem Pflanzen, um Schäden zu vermeiden.
In der Nacht zum Dienstag fielen die Temperaturen stark ab, was in Teilen der Schweiz zeitweiligen Schneefall zur Folge hatte. Am Morgen des 12. Mai war an verschiedenen Orten eine dünne Schneedecke sichtbar, wie Webcams dokumentierten.
Die Webcam am Sport- und Freizeitzentrum Atzmännig im Kanton St. Gallen zeigte ein verschneites Bild, obwohl die Anlage nur auf 824 Metern über Meer liegt.
Auch in anderen Regionen fiel Schnee bis ins Flachland. Eine Nau.ch-Leserin aus Charmey FR beobachtete schneebedeckte Hügel am Morgen.
Unterhalb von 1000 Metern blieb nur eine dünne Schicht liegen, doch in etwas höher gelegenen Orten war der Schneefall stärker. Die Webcam vom Hotel Alpina zeigt, dass Einwohner von Adelboden BE die Ausfahrt freischaufeln mussten.
In Wildhaus im Obertoggenburg des Kantons St. Gallen lag ebenfalls Schnee, wie die Webcam der Bergbahnen auf rund 1200 Metern zeigt.
Die Eisheiligen sind bekannt dafür, Mitte Mai kalte Temperaturen zu bringen und teilweise sogar Bodenfrost zu verursachen. Dies könnte in der Nacht zum Mittwoch und am Morgen des 13. Mai Wirklichkeit werden.
MeteoSchweiz prognostiziert für Mittwoch Minimaltemperaturen von unter fünf Grad in weiten Teilen des Landes, was die Voraussetzungen für Bodenfrost schafft und zur Vorsicht bei manchen Pflanzen mahnt.