Michelle Keller berichtet, dass die Kantone Zug und Luzern Millionen aus Lotteriegewinnen für verschiedene Vorhaben verteilt haben. Die Palette reicht von Wasserbüffeln über Luga-Stände bis hin zu Medienprojekten, was regelmäßig Diskussionen um den Begriff “gemeinnützig” provoziert.
Im Jahr 2025 erreichte der Kanton Luzern mit 29,1 Millionen Franken einen neuen Rekord bei der Verteilung von Lottogeldern. Die größten Empfänger waren erneut das Gesundheits- und Sozialdepartement sowie das Bildungs- und Kulturdepartement, wobei insbesondere Kultur und Sport begünstigt wurden. Im Vergleich dazu verteilte der Nachbarkanton Zug 2025 weniger Geld – nämlich 11 Millionen Franken nach 13,2 Millionen im Vorjahr.
In Luzern erhielt der Zweckverband Grosse Kulturbetriebe etwa 5,2 Millionen Franken für verschiedene Einrichtungen. Die Pilatus Arena in Kriens bekam vier Millionen Franken. Kleinere Beträge gingen unter anderem an das Theater Casino Zug mit 550’000 Franken und die Special Olympics mit 350’000 Franken.
Interessant ist auch der Einsatz von Lottogeldern für spezifische Projekte: In Luzern wurden Organisationen wie der Bäuerinnen- und Bauernverband oder Benevol zur Finanzierung ihrer Luga-Auftritte unterstützt. Zudem flossen Gelder in die Sanierung historischer Hotels wie das Hotel Kreuz in Romoos.
In Zug förderte man beispielsweise Ruderprojekte sowie die Stiftung Theodora mit Geldern für Clownsoutfits. Auch wenn beide Kantone staatliche Medienförderungen ablehnen, wurden dennoch Projekte von Medienunternehmen unterstützt, was in einem Graubereich der Kulturförderung liegt.
Quellen: Vergabe-Listen für Luzern und Zug aus 2025 sowie Informationen zu den entsprechenden Verordnungen.