Mit dem Ziel, die Attraktivität der Region für Familien zu steigern, zielt das neue Konzept darauf ab, bestehende Angebote besser zu koordinieren. Es richtet sich an junge Menschen bis 25 Jahre – etwa 1800 Personen oder ein Fünftel der Bevölkerung.
Der Plan baut auf vorhandenen Maßnahmen auf, wie zum Beispiel einer Jugendkommission, Treffpunkten für die Jugend und Betreuungsangeboten. Gleichzeitig wird eine Verbesserung des Systems überprüft, einschließlich neuer Treffpunkte, jugendgerechter Angebote im öffentlichen Nahverkehr und einer optimalen Nutzung öffentlicher Räume.
Eine aktive Kinder- und Jugendpolitik soll ebenfalls zur Attraktivität der Region für junge Generationen und Familien beitragen. Dazu ist die Gründung eines regionalen Jugendparlaments geplant, das im Herbst 2026 seine erste Sitzung abhalten wird.
Diese Idee entstand aus den Vorschlägen der Jugend selbst – sie soll Beteiligung, Diskussionen, politische Bildung und Austausch über Gemeindegrenzen hinweg fördern. Gabriella Binkert Becchetti, die Gemeindepräsidentin von Val Müstair, erklärte gegenüber dem Radio und Fernsehen der rätoromanischen Schweiz (RTR): «Unsere Aufgabe ist es, der Jugend zuzuhören. Wir gestalten Politik auch für die nächste Generation und müssen deshalb einen offenen Diskurs führen.»
Das Konzept sieht feste Verantwortlichkeiten vor: Jede Gemeinde soll eine Koordinationsperson benennen, die Teil des Leitungsausschusses ist und sich um das Kinder- und Jugendkonzept kümmert. Die Finanzierung bleibt jedoch Aufgabe der einzelnen Gemeinden.
RTR magazin, 14.04.2026, 12:00 Uhr; noes