Nach einer Dekade als Leiter des Konzerthauses Schüür tritt Marco Liembd Ende 2026 von seinem Amt zurück. In einer Mitteilung an die Presse gab er bekannt, dass er sich beruflich neu orientieren möchte. Die Schüür hat nun einige Monate Zeit, um eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu finden, wobei der Auswahlprozess laut Mitteilung Ende Mai beginnen soll.
Liembd übernahm die Geschäftsführung 2016 von Thomas «Gisi» Gisler. Schon bei seinem Amtsantritt war er in der Luzerner Kulturszene als gut vernetzt bekannt und hatte zuvor unter anderem bei 3Fach, Radio Pilatus, SRF 3 sowie beim Südpool gearbeitet.
Obwohl Liembd anfänglich verlauten ließ, dass wenig Veränderungen nötig seien, umfasste seine Zeit in der Schüür dennoch einige bedeutende Projekte. Dazu zählen unter anderem der Einbau der EG-Bühne, die Überdachung des Gartens und eine räumliche Erweiterung im Jahr 2022.
Organisatorisch kam es ebenfalls zu Veränderungen: Seit 2013 wird das Haus nicht mehr von einer einzelnen Person geleitet. Die Geschäftsführung besteht nun aus drei Personen, darunter Liembd selbst zusammen mit Axel Gastmeier und Sabina Schmitt.
Neben der organisatorischen Neuausrichtung hat die Schüür auch ihre Buchungskapazitäten erhöht. Die Stellenprozente stiegen seit 2016 von 80 auf 130 Prozent. Für seine Verdienste in der Kultur erhielt Liembd im Jahr 2022 den Kulturförderpreis des Kantons Luzern. Nun steht die Übergangsphase bei der Schüür an.