In Kiew hat ein Mann sechs Menschen erschossen und vierzehn verletzt, bevor er sich in einem Supermarkt verschanzte. Nach dem Scheitern von Verhandlungen stürmte die Polizei den Laden und tötete den Angreifer. Die Tat ereignete sich nachdem der Täter seine Wohnung in Brand setzte, was auch ein Kind rauchvergiftet zurückliess.
Die Ermittler prüfen verschiedene Theorien hinter diesem Vorfall, einschließlich einer möglichen politischen Motivation, da Verbindungen des Verdächtigen nach Russland bekannt sind. Der Inlandsgeheimdienst ist in die Untersuchung involviert, und Präsident Selenski hat versprochen, alle Erkenntnisse zu teilen.
Der Täter ist ein 58-jähriger ukrainischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Moskau. Berichten zufolge hatte er Kontakte nach Russland und war früher im Donbass sowie für die Streitkräfte der Ukraine tätig, was ihm eine Pension sicherte.
Medien spekulieren über seine Verbindungen zu russischen Sicherheitsdiensten, bekannt dafür, Ukrainer für Sabotageaktionen zu rekrutieren. Doch bisher bleibt unklar, ob die Tat politisch motiviert war oder ein Amoklauf ist. Der Täter hatte bereits eine Vorstrafe wegen Gewalttätigkeit.
Zuvor gab es in der Ukraine einen weiteren Schusswaffenvorfall mit einem 15-jährigen Jungen in Transkarpatien, bei dem glücklicherweise niemand schwer verletzt wurde. Der Jugendliche hatte eine Gummigeschosspistole eingesetzt und war möglicherweise von Unbekannten unter Druck gesetzt worden.
Die Ereignisse werfen Fragen zum Waffenrecht in der Ukraine auf, insbesondere wie der 58-Jährige ein Gewehr erwerben konnte. Die Tat löst Entsetzen aus, bleibt aber im Hintergrund der andauernden Bedrohung durch russische Angriffe. Präsident Selenski berichtete über die jüngsten Luftangriffe Russlands auf ukrainisches Territorium.