“Dieses Verbot mag zunächst unbedeutend erscheinen. Doch das Freilassen von Ballons bedeutet, Plastikmüll in der Natur zu verteilen – also Littering. Dieser Umstand hat negative Auswirkungen auf die Tierwelt”, so Cloé Dutoit (Grüne), Erstunterzeichnerin des Gesetzesentwurfs.
Zum Thema Himmelslaternen führte sie aus: “Sie sind eine nicht zu unterschätzende Brandgefahr, besonders im Sommer.” Ein Verbot besteht bereits in einigen Schweizer Regionen wie um Flughäfen und in den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Wallis, Genf sowie Freiburg.
Damien Schär von der SVP hält das Gesetz für unnötig: “Es handelt sich um eine sehr marginale Praxis. Zudem wirft die Umsetzung Fragen auf – zum Beispiel bei einem Kind, das versehentlich einen Ballon loslässt.”
Ähnlich argumentiert FDP-Abgeordneter Damien Humbert-Droz: “Die Gesellschaft entwickelt sich weiter, und diese Praxis verschwindet von selbst. Wir setzen eher auf Aufklärung als auf Verbote.” Er merkte jedoch an, dass ein möglicher Trend in sozialen Netzwerken zu einer Wiederbelebung solcher Aktionen führen könnte.
Die Kantonsregierung favorisiert den Status quo und spricht sich gegen ein Verbot von Ballons und Himmelslaternen aus. Diese Praxis wird nicht als Littering betrachtet und hat im Kanton nur symbolischen Charakter bei festlichen Anlässen. “Wir setzen lieber auf Sensibilisierungsmaßnahmen”, sagte Umweltdirektor Laurent Favre (FDP).
Feuerwerke sind von dem Gesetz nicht betroffen, da sie bereits einem Bewilligungsverfahren unterliegen und eine entsprechende Initiative auf Bundesebene hängig ist.
SRF 4 News, 28.4.2026, 12 Uhr; sda/fann; barj;brus