Stephan Christ, Sektionsleiter in der Lebensmittelkontrolle des Solothurner Gesundheitsamtes, begibt sich unangemeldet in ein Solarium im Kanton Solothurn. Der diplomierter Ingenieur für Biotechnologie überprüft die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, insbesondere den Jugendschutz und die Bereitstellung von Schutzbrillen.
Schnell stellt er fest: Alles ist ordnungsgemäß eingerichtet. Anschließend installiert Christ seine Messgeräte – ein Breitband-Radiometer und ein Spektral-Radiometer –, um UVA-, UVB- und Gesamtstrahlung zu messen. Mit Schutzkleidung ausgestattet und Sonnenschutzcreme aufgetragen, beginnt er mit den Messungen.
Die Schweiz hatte erst ab 2019 gesetzliche Obergrenzen für Solariumstärken festgelegt, nachdem die Verordnung zum Bundesgesetz über Schutz vor nicht-ionisierter Strahlung und Schall in Kraft trat. Photomed, der Verband der Solarienbranche, begrüßt diese Kontrollen zur Sicherstellung von Rechtskonformität und fairen Wettbewerbsbedingungen. Der Verbandspräsident Florian Gavilan betont die verbesserte Lage seit 2023.
In einer landesweiten zweiten Überprüfung kontrolliert Christ in Solothurn insgesamt 26 Einrichtungen, wobei oft das stärkste Gerät getestet wird. “Rund die Hälfte der Solarien zeigte erneut zu hohe Strahlenwerte”, berichtet er. Dennoch zeigt sich eine Verbesserung: Die Betreiber sind bemüht, den Vorschriften nachzukommen.
Die aktuellen Messungen bestätigen Stephan Christ zufolge die Einhaltung der Grenzwerte. Sein Laptop zeichnet komplexe Daten auf, deren Interpretation er für Laien übernimmt: “Alles im grünen Bereich”. Regionaljournal Aargau Solothurn berichtete darüber am 23. April 2026 um 17:30 Uhr.