Eine ernste Angelegenheit hat heute die Bundesanwaltschaft und speziell den Bundessicherheitsdienst erschüttert. Fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortés gab bekannt, dass bei einer Operation gegen organisierte Kriminalität ein Mitarbeiter des Bundes festgenommen wurde. Dieser Fall betrifft die Sicherheitsabteilung von Fedpol, die den Schutz des Bundeshauses und anderer wichtiger Einrichtungen gewährleistet. Wildi-Cortés erklärte: «Es ist bedauerlich und besorgniserregend zugleich: Eine bei uns tätige Person hat vermutlich gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen, indem sie Informationen für ein Entgelt an Dritte weitergegeben hat.»
Insgesamt wurden fünf Personen festgenommen, darunter der beschuldigte Fedpol-Mitarbeiter und vier weitere aus dem Drogenmilieu; ihnen wird die Verletzung des Betäubungsmittelgesetzes zur Last gelegt. Die betroffene Person beim Bundessicherheitsdienst wurde sofort suspendiert. Wildi-Cortés fügte hinzu: «Diese Situation zeigt, dass selbst mit umfassenden Vorkehrungen kriminelle Organisationen staatliche Institutionen infiltrieren können.»
Trotz intensiver Hintergrundüberprüfungen bei der Anstellung bleibt unklar, wie der Beschuldigte durch die Sicherheitschecks kam und Zugang zu sensiblen Ermittlungsakten erhielt. Fedpol gibt keine weiteren Details bekannt und lässt damit Fragen offen: Wie konnte es gelingen, dass eine organisierte Kriminalitätsgruppe Einfluss auf den Bundessicherheitsdienst nahm? Der aktuelle Stand der strafrechtlichen Ermittlungen bleibt unvollständig.
Echo der Zeit, 28.04.2026, 18 Uhr