Die Vereinigten Staaten entgingen am Wochenende nur knapp einem der schwersten terroristischen Angriffe seit Langem. Dies wirft erhebliche Fragen bezüglich der bestehenden Sicherheitsmaßnahmen auf.
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Donald Trump zeigte sich untypisch versöhnlich nach dem vereitelten Anschlag, verzichtete zunächst auf seine übliche spalterische Rhetorik. Doch laut Isabelle Jacobi, der USA-Redaktorin im Podcast «NZZ Akzent», ist Versöhnlichkeit in Washington selten von Dauer. Sie erläutert zudem die Sicherheitsbedenken, die durch den Angriff aufgeworfen werden.
Der mutmaßliche Angreifer hatte es geschafft, Waffen im Hotel mitzubringen, wo neben Trump auch Vizepräsident J.D. Vance und zahlreiche Minister sowie Kabinettsmitglieder anwesend waren. Jacobi betont: «Eine Regierung sollte sich nicht allein auf Glück verlassen.» Besonders problematisch ist die aktuelle Lage: Die USA befinden sich im Konflikt mit dem Iran, während innerstaatliche politische Gewalt zunimmt.
Trump könnte versuchen, den Anschlag für politische Zwecke zu nutzen. Anders als nach dem Attentat in Pennsylvania 2024 steht er heute jedoch unter Druck, da er der amtierende Präsident ist.
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