Beim Auswählen ihrer Feriendestination bevorzugen Schweizer das Vertraute, wobei sie laut dem aktuellen Ferienbarometer von Europ Assistance, einem Tochterunternehmen der Generali, sowohl Reiselust als auch Risiken abwägen.
Das Barometer zeigt auf, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung regelmäßig verreist und über 75 Prozent ihre Pläne für den aktuellen Sommer festgelegt haben. Für diese Umfrage wurden zwischen dem 27. Februar und dem 7. April dieses Jahres insgesamt 1000 Schweizer, 11’001 Personen aus anderen europäischen Ländern sowie 15’000 Nicht-Europäer befragt.
Das Interesse an Reisen ist in der Schweiz hoch: 81 Prozent planen eine Ferienreise. Höhere Kosten, Kriege und die Auswirkungen des Klimawandels könnten jedoch diese Pläne beeinträchtigen. Im Vergleich zu Bedenken bezüglich Sicherheit, Gesundheit oder Wetterrisiken steht Nachhaltigkeit weniger im Fokus.
Der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Planung steigt; zehn Prozent mehr Schweizer nutzen KI-Tools zur Reisevorbereitung als noch vor einem Jahr.
Ein Fünftel der Bevölkerung wählt die Schweiz als Urlaubsziel. Diejenigen, die es in ferne Länder zieht, entscheiden sich häufig für beliebte Mittelmeerziele wie Italien, Frankreich, Spanien und Griechenland. Über die Hälfte startet ihre Reise am Flughafen.
Reisen nach Iran, Afghanistan, Israel, Russland, in die USA oder in die Vereinigten Arabischen Emirate werden derzeit vermehrt abgelehnt.
Die finanziellen Mittel für Ferien sind beachtlich: Im europäischen Vergleich geben Schweizer am meisten aus. Laut Europ Assistance planen sie im Durchschnitt Ausgaben von 2851 Franken pro Familie, was über dem europäischen Durchschnitt von 1921 Franken liegt.