Der Nationalrat hat beschlossen, den Erhalt der «Pille danach» zu erleichtern. Mit einer angenommenen Motion sollen Apotheken künftig das Mittel ohne ein vorheriges Beratungsgespräch abgeben dürfen.
Aktuell ist eine Beratung in den Apotheken obligatorisch, was von Unterstützern der Motion als Hindernis und unnötige Bevormundung kritisiert wird. Sie argumentieren für die freie Entscheidungsmöglichkeit der Frauen bezüglich der Einnahme des Medikaments.
Demgegenüber steht der Bundesrat, der die Lockerungen ablehnt. Er betont die Bedeutung einer Beratung aufgrund möglicher Nebenwirkungen und Wechselwirkungen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Ständerat.