In Luzern hat sich ein mysteriöser Vorfall ereignet, bei dem eine Frau mehrere Monate lang in ihrer Wohnung unbemerkt starb. Trotz der Anwesenheit eines Beistands und laufender finanzieller Zuwendungen wurde ihr Tod erst Ende Januar aufgedeckt.
Laut Berichten der «Luzerner Zeitung» gelang es dem neuen Beistand nicht, Kontakt zu der 61-jährigen Frau herzustellen. Daraufhin wies er in Absprache mit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) die Polizei an, das Gebäude zu überprüfen, woraufhin man die Leiche entdeckte.
Die genaue Todesursache ist noch unklar. Das Institut für Rechtsmedizin in Zürich wird den Fall untersuchen, und ein Bericht soll laut dem Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft innerhalb von zwei bis drei Wochen vorliegen.
Es wurde eine externe Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei eingeleitet, um zu klären, warum niemand den Tod der Frau früher bemerkte. Die Kesb hatte diese Untersuchung Mitte Februar, in Absprache mit Sozialdirektorin Melanie Setz, in Auftrag gegeben. Man erwartet die Ergebnisse im Sommer.
Es gibt bislang keinen Hinweis auf Fehlverhalten von Mitarbeitenden, das Konsequenzen nach sich ziehen müsste, wie Sozialdirektorin Setz betont. Die Kesb ist für die Überwachung der Beistandschaften zuständig und führt diese im Allgemeinen alle zwei Jahre durch. Der Tod der Frau fand in einem Zeitraum statt, in dem keine routinemäßige Kontrolle durchgeführt wurde.
Verwendete Quellen:
Bericht in der «Luzerner Zeitung»