Die diesjährigen Uhrenpräsentationen zeugen von einer Branche, die bestrebt ist, selbst Bekanntes neu zu erfinden. Zahlreiche Marken präsentierten ihre Neuheiten auf dem Uhrensalon Watches and Wonders Geneva und in separaten Veranstaltungen.
Für Liebhaber des Chronografen bietet das Modell Tonda PF Chronographe Mystérieux eine innovative Lösung: Eine Dreizeigeruhr verwandelt sich durch einen Knopfdruck in eine Stoppuhr mit fünf Zeigern. Nach dem Gebrauch verschwindet diese Funktion wieder, sodass nur drei Zeiger sichtbar bleiben. Der Durchmesser beträgt 40 Millimeter und das Modell ist für 36 900 Franken erhältlich.
Die Marke Oris ehrt mit der Star Edition ihren früheren Präsidenten Rolf Portmann, der die Beseitigung des Uhrenstatuts von 1956 vorantrieb. Die 35 Millimeter große Nachbildung erinnert an den Aufbruch in den Sechzigern und kostet 1800 Franken.
Omega bringt mit der Constellation Observatory eine historische Konzeption in einem modernen Design auf den Markt. Die Uhr, die nur zwei Zeiger hat, wurde als erste Zweizeigeruhr zum Master-Chronometer zertifiziert. Sie zeigt eine Ganggenauigkeit von 0 bis +5 Sekunden pro Tag und widersteht Magnetfeldern von 15 000 Gauss. Der Preis liegt bei 9200 Franken.
Die Streamliner Pump von H. Moser & Cie., inspiriert durch Turnschuhpumpen, verfügt über eine innovative Energiezufuhr für das Federhaus mittels einer orangefarben eloxierten Halbkugel am Gehäuse. Ein Druck auf den Knopf erzeugt mehr als eine Stunde Gangzeit. Die Uhr kostet 31 360 Franken.
Die Jagduhr 308 von Sinn bietet Jägern, die in Deutschland nachts ohne Kunstlicht jagen müssen, eine Mondlichtanzeige für besseres Sichtfeld um Vollmond herum. Mit einem Preis von 2920 Franken richtet sie sich an spezielle Berufsgruppen.
Favre Leuba präsentiert das Modell Harpoon mit moderner Mechanik und Saphirglas, inspiriert vom Original von 1966. Das anthrazitfarbene Zifferblatt hat einen Durchmesser von 36,8 Millimeter und kostet 1800 Franken.
TAG Heuer überrascht erneut mit dem Monaco Evergraph aus Titan, das Kohlenfaser-Spiralen und elastische Elemente für den Chronografenmechanismus nutzt. Mit einem Preis von 23 000 Franken setzt es neue Maßstäbe.
Cartier bringt die Roadster zurück: Eine tonneauformige Automatikuhr, die Designelemente bekannter Cartier-Modelle aufnimmt und in zwei Größen sowie drei Metallvarianten erhältlich ist. Der Preis beträgt 7650 Franken.
Universal Genève überrascht mit fünf Kollektionen und der Polerouter Black aus der Prêt-à-Porter-Reihe, die 1954 für SAS entwickelt wurde. Mit einem Preis von 14 000 Franken ist sie in verschiedenen Varianten erhältlich.
Die Master Control Chronometre Date Power Reserve von Jaeger-LeCoultre kombiniert ein elegantes Gliederarmband mit einem präzisen Automatikwerk und kostet 14 600 Franken.
Norqain stellt die Wild One X-Lite vor, eine ultraleichte Konzeptuhr aus mehr als 30 Komponenten, darunter Titan und Kautschuk, limitiert auf 200 Stück und für 9900 Franken erhältlich.
Für den 50. Geburtstag der Nautilus präsentiert die Edelmanufaktur eine originalgetreue Version in Weissgold, die 41 Millimeter misst und 75 000 Franken kostet.
Ressence zeigt mit dem Kaliber RW-01 im Modell Type 11 einzigartige Zeitanzeigen durch rotierende Scheiben, sichtbar gemacht durch winzige Keramikkügelchen. Der Preis beträgt 23 000 Franken.