Die Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf die amerikanische Zentralbank offenbaren, dass seine Kenntnisse in der Ökonomie begrenzter sind als angenommen. Glücklicherweise gibt es eine Person, die entschlossen Widerstand leistet und zeigt, was Rückgrat bedeutet: Jerome Powell.
Die symbolische Begegnung zwischen Charles und Camilla im Weißen Haus unterstrich den Stilunterschied zwischen einem wahren Königspaar und Donald Trump, der in politisch unsicheren Zeiten als grober Aufdringler auftritt. Der irisch-britische Schriftsteller George Bernard Shaw könnte bei dieser Beobachtung an seine Aussage gedacht haben: “Amerika ist das einzige Land, das direkt von der Barbarei in die Dekadenz übergegangen ist, ohne die Zivilisation zu durchlaufen.”
Trump lobte seinen königlichen Gast überschwänglich, nur um kurz darauf Etikette und Anstand beiseite zu werfen und sich bei einem Empfang vorrangig ins Rampenlicht zu drängeln. Von den Royals hätte er mehr als nur Höflichkeit lernen können; auch in der Wirtschaftspolitik zeigt die Mehrheit der Amerikaner (52 Prozent laut einer Umfrage), dass sie eher auf demokratische Führung vertrauen.
Trump versucht seit seinem Amtsantritt, die Unabhängigkeit der Federal Reserve zu untergraben und attackiert ihren Chef Jerome Powell stetig. Trotz dieser Anfeindungen hält sich Powell nicht zurück. Er kritisiert öffentlich die rechtlichen Attacken gegen ihn, da diese die Autonomie der Notenbank gefährden.
Jerome Powell setzt seine Amtszeit fort und zeigt damit Haltung gegenüber einem autokratischen Präsidenten. In einer Nachhilfestunde für Trump könnte König Charles von den negativen Erfahrungen Großbritanniens mit einer politisch manipulierten Notenbank berichten, die einst missbraucht wurde, um kurzfristige wirtschaftliche Vorteile zu schaffen. Ähnlich wie damals, als diese Politik eine Inflationsspirale von bis zu 24 Prozent auslöste.
Die aktuellen Herausforderungen nach der Iran-Krise erinnern an solche Zeiten. Trump fordert regelmäßig Zinssenkungen im Blick auf die kommenden Wahlen, ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Stabilität. Jerome Powell, der echte König der Geldpolitik, verdient Anerkennung für seinen unerschütterlichen Standpunkt und sein mutiges Handeln.