In der bevorstehenden Champions-League-Halbfinalrunde trifft der FC Arsenal am Dienstag auf Atlético Madrid. Ein Spieler, der die Gunners maßgeblich prägt, ist Declan Rice – als Verbindungsspieler, Spielmacher und mentale Stütze.
Nach einer Niederlage gegen Manchester City im April, durch die der Vorsprung an der Tabellenspitze verloren ging, zeigte sich Rice unbeeindruckt. Auf dem Platz motivierte er seine Teamkollegen mit den Worten: «It’s not done yet» – es ist noch nicht vorbei. Diese Kämpfernatur beeindruckte sogar Josep Guardiola, Trainer von City, der sagte: «Ich liebe das.”
Rice verkörpert die Mentalität des Arsenal FC, der nach drei zweiten Tabellenplätzen in Folge in dieser Saison viele Rückschläge überstanden hat und dabei weiterhin erfolgreich blieb – wie das 3:0 gegen Fulham am Samstag zeigte. Für den Rückspiel-Erfolg im Halbfinale ist diese Form entscheidend, denn der Sieger zieht ins Finale in Budapest Ende Mai ein.
Mikel Arteta hat einen gut besetzten Kader, jedoch gibt es für Rice keinen wirklichen Ersatz. Der 27-jährige Engländer ist aufgrund seiner vielseitigen Fähigkeiten ein universeller Spieler geworden. In einem modernen Fußball, in dem Positionen im eigenen und gegnerischen Ballbesitz ständig wechseln, wird Flexibilität immer wichtiger. Rice beweist sich als Vorzeigeathlet dieser Entwicklung, indem er nahezu jede Rolle auf dem Spielfeld übernehmen kann. Arteta sagt dazu: «Ist man Mittelfeldspieler, ist man Mittelfeldspieler – kein Sechser, Achter oder Zehner.» Rice erfüllt diese drei Positionen bei Arsenal.
Grundsätzlich verbindet Rice Abwehr und Angriff mit seiner Durchsetzungsstärke in Zweikämpfen und Kopfballduellen. Als Achter zeichnet ihn seine Laufbereitschaft aus, während er durch Torgefahr auch dem Spielmacher ähnelt – fünf Treffer und elf Vorlagen sprechen für sich.
Rices Erfolg ist auch seiner Fähigkeit zu verdanken, stets in den Strafraum vorzustoßen. Er gilt als einer der besten Standardschützen weltweit; sein rechter Fuß wird im Volksmund mit «Bend it like Declan» bezeichnet – eine Anspielung auf den Film “Bend It Like Beckham”.
Rice wurde zu einem heißen Kandidaten für die Auszeichnung MVP, sollte Arsenal Meister werden. Früher lief er in der Jugend für Chelsea auf und wechselte dann zu West Ham, wo er 2023 als Captain die Conference League gewann. Später wechselte er für den britischen Transferrekord von 105 Millionen Pfund nach Arsenal.
Thomas Tuchel wollte Rice damals zum FC Bayern holen; heute ist er unter ihm entscheidend bei der Vorbereitung Englands auf die WM 2026.
Bei Arsenal übernahm Rice das Erbe von Granit Xhaka. Auch er ist praktisch nie verletzt und eine anerkannte Autorität im Team. Nach einem schwierigen Spiel gegen Sporting Lissabon sagte Arteta, Rice habe trotz Erschöpfung neunzig Minuten plus Nachspielzeit gehalten.
Kein Feldspieler absolvierte mehr Einsatzminuten für Arsenal in dieser Premier-League-Runde als Declan Rice – ein Zeugnis seiner enormen Belastbarkeit und seines Ansehens im Team, das sich seit drei Jahren enorm gesteigert hat. Als Martin Ödegaard und Bukayo Saka verletzt ausfielen, übernahm er sogar die Spielführerbinde.