Laut einer aktuellen Studie zur Schweizer Fitnessbranche hat die Anzahl der Mitgliedschaften im Vergleich zum Vorjahr weiter zugenommen. Heute sind ungefähr 20 Prozent der Erwachsenen in einem Fitnesscenter eingeschrieben, wie die neueste Auswertung der Eckdaten zeigt.
Swiss Active berichtete am Dienstag, dass insgesamt 1,45 Millionen Personen im letzten Jahr ein Fitnessstudio besuchten. Dieser Anstieg um 5,8 Prozent markierte einen neuen Höchststand. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie der SAFS Hochschule für Bewegungs- und Gesundheitsmanagement in Zürich durchgeführt. Dies ist die fünfte Erhebung dieser Art, bei der sowohl Mitgliedschaften als auch Umsätze kontinuierlich gestiegen sind.
Auch die Anzahl der Fitnesscenter hat zugenommen: Im letzten Jahr wuchs sie um 3,3 Prozent auf insgesamt 1441. Die meisten davon befinden sich in der Deutschschweiz, gefolgt vom Tessin. In der Westschweiz gibt es die wenigsten Studios pro 100.000 Einwohner.
Der Kanton Bern, wo Swiss Active die aktuelle Studie präsentierte, belegt den vierten Platz der meisten Studios pro 100.000 Einwohner. Der Spitzenreiter ist der Kanton Basel, während der Kanton Wallis am unteren Ende steht.
Besonders erfreulich für Swiss Active war der Anstieg bei jüngeren Altersgruppen. “Viele junge Menschen in der Schweiz verbinden Fitness mit einem gesunden Lebensstil”, sagte Jochen Müller, Vizepräsident von Swiss Active. Er betonte die Bedeutung junger Mitglieder für die Zukunft der Branche.
Im Jahr 2025 überholten erstmals Sportlerinnen und Sportler im Alter von 20 bis 29 Jahren die bisher stärkste Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. Der “Megatrend Gesundheit” hat besonders junge Menschen unter dreissig erreicht, was sich in einem bewussteren Lebensstil und sinkendem Alkoholkonsum widerspiegelt.
Die Branche profitiert offensichtlich von diesem Trend. Müller beschreibt die wirtschaftliche Stimmung als “ausgesprochen positiv”, mit hoher Investitionsbereitschaft. Neun von zehn Betreibern bewerten ihre Lage als gut oder besser, was einen Rekord darstellt.
Obwohl der Umsatz prozentual weniger stark wuchs, erzielte die Branche 2025 trotzdem 4,4 Prozent mehr Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr und erreichte damit rund 1,36 Milliarden Franken. Diese Diskrepanz führt Swiss Active auf vermehrte Mitgliedschaften im günstigeren Preissegment zurück.
Die Zahl der Beschäftigten stieg um 3,8 Prozent auf 27.667 Mitarbeiter, wovon immer mehr in Festanstellung sind. Personal-Trainings gewinnen an Beliebtheit, während Gruppenangebote und digitale Trainingsangebote weniger genutzt werden. Fitnesscenter bieten zunehmend Sauna-Dienste oder Ernährungsberatungen an.