Über einen Zeitraum von mehreren Jahren hat das Universitätsspital Zürich USZ erhebliche Mängel in seiner Herzchirurgie festgestellt. Laut einer Mitteilung des Spitals ergaben statistische Analysen für den Zeitraum 2016 bis 2020 eine Übermortalität, die zwischen 68 und 74 Todesfälle umfasst.
Weiterhin wurden elf unerwartete Todesfälle festgestellt sowie der unsachgemäße Einsatz von Medizinprodukten in insgesamt 13 Fällen. Diese Vorfälle wurden zur Kenntnisnahme an die Staatsanwaltschaft weitergegeben.
In einem Untersuchungsbericht werden als Hauptursachen für diese Verfehlungen mangelnde Führungsfähigkeiten, Interessenkonflikte und unzureichende Überwachung identifiziert. Daraufhin haben drei Mitglieder des Spitalrats ihren Rücktritt erklärt.