Die Migros erreichte dank des Verkaufs von Tochterunternehmen im Jahr 2025 einen Rekordgewinn. Der Reingewinn stieg auf 1,1 Milliarden Franken, nachdem er im Vorjahr noch bei 419 Millionen lag. Im Kerngeschäft verlor die Migros jedoch Marktanteile an ihre Konkurrenz.
Der Betriebsgewinn (EBIT) erhöhte sich auf 1,2 Milliarden Franken von 484 Millionen im Vorjahr. Der Schweizer Detailhandelsriese erklärte am Dienstag in einer Mitteilung, dass dieser Anstieg hauptsächlich durch Sondereffekte aus Unternehmensverkäufen bedingt war.
Im Jahr 2025 trugen einmalige Effekte den EBIT um 400 Millionen Franken nach oben. Im Gegensatz dazu hatten Restrukturierungen und Abschreibungen das Ergebnis des Migros-Konzerns im Vorjahr um 440 Millionen drückten. Der größte Ausstieg erfolgte damals aus dem Fachmarktgeschäft, wobei sich der Konzern von Firmen wie SportX, Melectronics, Bikeworld, Do it + Garden, Obi, Micasa, Misenso und Bestsmile trennte.
In diesem Jahr veräußerte die Migros ihre Kosmetiktochter Mibelle und vollendete den Verkauf der Hotelplan Group. Nach dem größten Konzernumbau in ihrer Geschichte fokussiert sich die Migros künftig auf Detailhandel, Finanzdienstleistungen und Gesundheit.
Ohne Einflüsse des Konzernumbaus sank die Profitabilität 2025. Der Betriebsgewinn ohne Sondereffekte verringerte sich auf 812 Millionen Franken von 924 Millionen im Vorjahr.
Wie bereits bekannt gegeben, fiel der Umsatz der Migros-Gruppe im Jahr 2025 um 1,9 Prozent auf 31,9 Milliarden Franken. In dieser Zahl sind noch Anteile verkaufter Unternehmen enthalten, weshalb ein direkter Vergleich mit dem Vorjahr eingeschränkt ist.
In den verbleibenden Geschäftsfeldern stieg der Umsatz jedoch um 1,1 Prozent auf 29,4 Milliarden Franken. Besonders der Onlinehändler Digitec Galaxus und die Gesundheitsdienstleistungen mit den Medbase-Praxen konnten zulegen.
Trotzdem verliert Migros im Kerngeschäft Marktanteile: Während die Migros-Läden um 0,1 Prozent und Denner um 0,9 Prozent wuchsen, stieg der Gesamtmarkt um 1,9 Prozent. Im Gegensatz dazu erzielten Galaxus und Medbase deutliche Zuwächse.