Die Schweiz verzeichnet einen ungewöhnlich warmen und niederschlagsarmen April, mit einigen Regionen, die den niedrigsten Niederschlag seit Messbeginn aufweisen. Nun kündigt sich eine Veränderung an: Wolken sammeln sich im Himmel, wie SRF-Meteorologin Sina Lenggenhager erklärt, die seit Sommer 2019 Teil des Meteo-Teams ist und 2018 ihr Doktorat in Klimawissenschaften abschloss. Sie prognostiziert vermehrten Regen am Mittwoch durch eine schwache Front über das Land, wobei Schauer und Gewitter vorherrschen werden. Die Niederschlagsmengen variieren stark: Während 5 bis 10 mm im Großteil des Landes erwartet werden, können sie auf der Alpensüdseite zwischen 30 und 70 mm betragen.
Überall besteht die Möglichkeit von Gewittern, mit dem größten Potenzial für heftigere Entwicklungen entlang der Alpensüdseite, des Juras sowie der Voralpen. Dort sind Hagel und starke Böen möglich. Besonders im Süden können in kurzer Zeit hohe Regenmengen fallen.
Auf der Nordseite reicht der Niederschlag jedoch nicht aus, um die Frühlingstrockenheit zu beenden. Dennoch könnte er eine leichte Entlastung bringen. Mittelfristige Prognosen deuten darauf hin, dass auch die kommende Woche nasser verlaufen dürfte, was zur allmählichen Verbesserung der Lage beitragen könnte. Im Süden ist die Trockenheit weniger ausgeprägt und mit den höheren Regenfällen wird sich die Situation spürbar verbessern.
Das Wochenende verspricht meist sonnige Tage mit frühsommerlichen Temperaturen um 22 Grad. Lokale Schauer und Gewitter sind im Süden, Westen sowie über Gebirgsregionen möglich, jedoch weniger ausgebreitet als zuvor.