Drei Wasserbüffel tragen seit Kurzem zur Erneuerung des Lebensraums in Ronfeld bei. Dieses Vorhaben unterstützt die Artenvielfalt, wie Pro Natura berichtet. Im Schutzgebiet Ronfeld nahe dem südlichen Ende des Baldeggersees bei Hochdorf sind drei Wasserbüffel seit Anfang Mai präsent. Ihr Fress- und Suhlgewohnheiten tragen zur Verbesserung der ökologischen Bedingungen bei, wie es in einer Medienmitteilung von Pro Natura heißt. Ursprünglich aus Asien stammend, sind Wasserbüffel seit 2000 Jahren auch Teil Europas Fauna.
Wasserbüffel bevorzugen Lebensräume nahe Gewässern oder im nassen Uferbereich und werden daher als Landschaftspfleger eingesetzt. Pro Natura Luzern setzt auf diese Tiere, um die üppige Vegetation zu kontrollieren und offene Bodenflächen zu schaffen. “Wasserbüffel sind genügsam und ernähren sich von harten Pflanzen wie Schilf oder Rohrkolben”, erklärt Sepp Villiger, Bauer und Halter der Tiere, gegenüber Pro Natura.
Mit Tierhaltung statt Maschineneinsatz zur Förderung der Artenvielfalt
Die Beweidung mit wenigen Tieren ergänzt die Landschaft durch ein abwechslungsreiches Mosaik aus ungenutztem und genutztem Boden, das zahlreichen tierischen und pflanzlichen Lebensformen dient. Vögel finden auf kahlen Flächen Nahrung, während Libellenarten, wie etwa die gefährdete Sumpfheidelibelle, ihre Eier bevorzugt an feuchten Stellen mit wenig Vegetation ablegen.
Die Wasserbüffel sind nicht das ganze Jahr über im Gebiet präsent; vielmehr halten sie sich für eine oder zwei längere Perioden auf. Die spärliche Vegetation reicht ihnen als Nahrung aus, weshalb sie keine zusätzlichen Futtermittel benötigen. Für Pro Natura Luzern ist der Einsatz dieser Weidetiere vorteilhaft: Der Lebensraum wird vielfältiger, das Pflanzenmaterial sinnvoll genutzt und die Notwendigkeit von Maschinen reduziert.
Verwendete Quellen
Medienmitteilung
der Pro Natura Luzern
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