Seit über vier Jahrzehnten zieht Stephan Eicher mit seiner unkonventionellen Herangehensweise an die Musik Aufmerksamkeit auf sich. Für ihn geht es nicht darum, zu gefallen, sondern vielmehr darum, dass seine Werke der inneren Vision gerecht werden. Er legt den Fokus darauf, dass das Werk im Mittelpunkt steht – ein deutlicher Unterschied zum modernen Pop-Blickwinkel. In der Sendung «Swissmade live» gewährt er Einblicke in sein Leben neben seiner Musik. Seit seinem 36. Lebensjahr vermeidet Eicher englische Tourbusse und bevorzugt stattdessen die Bahnreise, was seine Liebe zu Eisenbahnen unterstreicht. Im Theaterstück «Seul en scène» stand er alleine auf der Bühne – eine Herausforderung für ihn, da ihm Gesellschaft erleichtert. Dennoch nahm er das Projekt an, um aus seiner Komfortzone herauszutreten. Trotz seines Erfolgs mit französischsprachigen Chansons hatte Eicher in der Schule Mühe mit Französisch und schloss die Matura nicht ab. Ironischerweise führte ihn seine Liebe nach Paris, wo er später auch seine Frau, eine Französin, traf. Autostop ist für ihn nur noch eine Notlösung, wie während eines Festivals in Frankreich bewiesen wurde. Er spricht offen über den Tod als «interstellaren Wechsel» und betont die Wichtigkeit, geliebte Menschen gut zu begleiten. Vor «Swissmade live» beantwortete er zehn Fragen schriftlich. Über seine Band Grauzone sagte er: „Sind wir da nicht ständig drin? Ausser auf alten Fotos ist meine Welt selten schwarz-weiss.“ Über Mani Matter fragte er sich, wie man Lieder so geschickt verfasst. Ein Traum, den er noch lebt, lautet: Träume zeigen dir Wege – das Leben entscheidet über die Reise. Als Lieblingstier wählte er eine Giraffe und als Instrument das Piano, wegen der praktischen Tassenunterlage. Zusammen mit Schriftstellern wie Philippe Djian und Martin Suter arbeitet Eicher an Projekten; eines davon ist ein Buch über einen Eulenforscher. Sein Album «My Place» reflektiert seine Vorliebe für die Erde, während er auf den Mars neugierige Reisende verweist. Eldorado bedeutet für ihn Schönheit und Ruhe. Das Leben nach dem Tod sieht er als spannendes Buchthema: ein „Leben nach dem Tod“. «Swissmade» auf Radio SRF 1 präsentiert eine Vielfalt an Schweizer Musik, von Adrian Stern bis Züri West, mit Beiträgen vieler Künstler wie Tinu Heiniger und Andreas Vollenweider. Die Sendung ist am 2.5.2026 um 14:05 Uhr zu hören.