Autor: Julian Baumann
Die Luzerner Psychiatrie (LUPS) verzeichnet einen signifikanten Anstieg bei den ambulant behandelten Patienten, mit einer Zunahme um 9,1 Prozent im Jahr 2025. Dieser Trend folgt dem Paradigma «ambulant vor stationär», wie in der Medienmitteilung der LUPS erläutert wird. Trotz finanzieller Erfolge bleibt das Problem des Fachkräftemangels bestehen.
Die Nachfrage nach psychiatrischen Dienstleistungen im Bereich Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie ist weiterhin hoch, was durch den Mangel an Fachpersonal verstärkt wird. Während sich die ambulanten Fälle erhöhen, zeigt der stationäre Bereich eine leichte Abnahme.
Ein wichtiger Schritt war die Inbetriebnahme des Ambulanten Kompetenzzentrums für Psychiatrie und Psychotherapie Stadt und Agglomeration Luzern im August 2025 im Schappe Center in Kriens. Dieses Zentrum verbessert den Zugang zur ambulanten Versorgung, insbesondere in Krisenzeiten. Zudem wurde die Psychiatrische Klinik Sarnen nach zweijähriger Bauzeit wiedereröffnet.
Die Luzerner Psychiatrie erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 171,6 Millionen Franken und steigerte den Gewinn auf 1,33 Millionen Franken. Ein Sonderkredit von 22,8 Millionen Franken, genehmigt vom Kantonsrat, unterstützte die Erhöhung des Aktienkapitals auf 60 Millionen. Die Eigenkapitalquote stieg dadurch auf 48,3.
Peter Schwegler wird Ende 2025 als CEO der Luzerner Psychiatrie pensioniert. Rémy Gasser, Leiter Finanzen & ICT, übernimmt den Posten per 1. August 2026. Michael Rolaz hat das Präsidium im Verwaltungsrat von Jürg Meyer übernommen. Christine von Wahlde-Burmeister und Urs Kneubühler werden sich für die Amtszeit vom 1. Juli 2026 bis 30. Juni 2027 nicht mehr zur Wiederwahl stellen.
Verwendete Quellen: Medienmitteilung Luzerner Psychiatrie, Geschäftsbericht 2025, Kanton Luzern.