Die Gemeinde Rothenburg verzeichnet zwar in ihrer Jahresrechnung für 2025 einen Überschuss von 0,58 Millionen Franken, dennoch bleibt die Finanzlage prekär. Ursprünglich war ein Defizit von 2,8 Millionen Franken erwartet worden, das letztendlich zu einem Plus führte, da die Ausgaben geringer und die Einnahmen – insbesondere bei Sondersteuern mit einem Mehrerlös von 1,2 Millionen Franken – höher als geplant ausfielen. Doch dieser Überschuss verbirgt eine tiefere Problematik: Die Gemeinde hat mehr ausgegeben als eingenommen, was durch buchhalterische Tricks kaschiert wird.
Die Schulden der Gemeinde sind auf 16,5 Millionen Franken angestiegen, ein Plus von vier Millionen Franken innerhalb eines Jahres. Das Nettovermögen pro Einwohner ist drastisch gesunken und beträgt nun nur noch 121 Franken – im Vergleich zu 193 Franken im Jahr 2024 und 640 Franken in 2022 (zentralplus berichtete). Der Gemeinderat warnt vor anstehenden finanziellen Herausforderungen, da geplante Vorhaben wie die Sanierung der Chärnshalle, Investitionen in Schulinfrastruktur sowie zunehmende Pflegekosten die Verschuldung weiter verschärfen könnten.
Verwendete Quellen:
Medienmitteilung der Gemeinde Rothenburg;
Botschaft Gemeinde Rothenburg;
Flyer Gemeindeversammlung Rothenburg.