Ein Lichtblick für alle Veranstalter, jedoch eine Enttäuschung für Fans von Billie Eilish, die ihre letzte Tournee 2024 verpasst haben: Weder James Camerons Co-Regie noch beeindruckende 3D-Effekte können den authentischen Konzertbesuch ersetzen. Trotz der vielversprechenden Ausgangslage mit einem Regisseur, bekannt für technische Innovationen, bleibt der Film strukturell konventionell.
Im Juli 2025 wurden vier Auftritte in einer Arena vor 20’000 Zuschauern in Manchester aufgenommen, wobei die Reihenfolge der Show weitgehend beibehalten wurde. Dazwischen gibt es Backstage-Momente und Fan-Interaktionen – solide, aber wenig überraschend.
Die Inszenierung verspricht mehr: Eine zentral platzierte Bühne, ohne Tänzerinnen oder -tänzer, konzentriert sich auf Eilish. Die 3D-Kamera bietet zunächst eine intensive Nähe zu ihr und ungewöhnliche Perspektiven.
Dennoch führt der hektische Schnitt dazu, dass das visuelle Potenzial oft nicht zur Geltung kommt. Erst bei ruhigeren Passagen entfaltet sich die immersive Wirkung des Films vollständig.
Im Vergleich zu Meisterwerken wie «Stop Making Sense» oder Beyoncés «Renaissance» bleibt der Film ein Fan-Geschenk, das trotz seiner großen Namen nicht an deren Qualität heranreicht. Ab dem 6. Mai 2026 läuft “Hit Me Hard and Soft: The Tour (Live in 3D)” in den Schweizer Kinos.