Bruno Stanek, ein geschätzter Schweizer Experte für den Weltraum, Fernsehmoderator und Autor wissenschaftlicher Bücher, ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Sein Tod wurde laut ‘Swissinfo’ von seiner Familie der Presse mitgeteilt.
Den nationalen Durchbruch erlebte Stanek während der Apollo-11-Sondersendung des Schweizer Fernsehens im Juli 1969, die rund eine Million Zuschauer verfolgten. Damals erläuterte Stanek, gerade einmal 25 Jahre alt und promovierter Mathematiker, komplexe Raumfahrtthemen klar und präzise, wie ‘SRF’ berichtet.
Stanek avancierte zur prominentesten Stimme der Schweizer Berichterstattung über die Raumfahrt. Nach seinen Erfolgen produzierte er 1975/76 die Serie “Neues aus dem Weltraum” und begleitete in den frühen 1980ern die ersten amerikanischen Space-Shuttle-Missionen im Fernsehen, wie ‘Swissinfo’ hervorhebt.
In einer besonderen Sendung widmete er sich später der Rettungsmission Apollo-13. Die drei Astronauten erschienen nach ihrer Rückkehr gemeinsam für ein Interview im Studio des Bundeshauses, so ‘SRF’. Auch die letzten beiden Mondmissionen der Apollo-Serie begleitete Stanek direkt aus Cape Canaveral als Journalist.
Zudem kommentierte er die vier Raumflüge des Schweizer Astronauten Claude Nicollier. Neben seiner Fernseharbeit veröffentlichte er mehrere Bücher über Astronomie und Raumfahrttechnik. Später entwickelte der Mathematiker Software für Arztpraxen und medizinische Notfalldienste.
Seit 1980 lebte Stanek im schwyzerischen Arth und blieb wissenschaftlich aktiv. Noch im November 2023 sprach er bei ‘SRF’ über seine anhaltende Begeisterung für die Raumfahrt, wie ‘SRF’ berichtet.
Er hob dabei die immense Bedeutung der ersten Mondlandung hervor. Laut ‘Swissinfo’ hinterlässt Stanek seine Ehefrau und zwei Söhne.