Das Schweizer Bahnnetz steht unter Druck, während auf den Strassen die Staustunden zunehmen und das Fluggastaufkommen einen Rekordwert erreicht hat. Im Rahmen der Jugendmedienwoche befragen vier junge Leute Nationalratsmitglieder zu drängenden Fragen: Ist eine Flugticketabgabe gerechtfertigt? Wie kann man den steigenden Staustunden entgegenwirken? Und wird ausreichend in den öffentlichen Verkehr investiert?
Die 17-jährige Lena Wittwer konfrontiert SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner mit der Frage, ob Autobahnausbauten die Lösung für zunehmende Staustunden seien. Als Transportunternehmer betont Giezendanner: “Nur so können wir sicherstellen, dass Handwerker nicht unnötig im Stau stehen.”
SP-Vizepräsident David Roth plädiert hingegen für einen Wechsel vom Strassenverkehr zum Schienenverkehr. Er argumentiert, dass die Kosten des öffentlichen Verkehrs gestiegen seien, während das Autofahren günstiger geworden ist. “Wir müssen Menschen auf flächeneffiziente Transportmittel wie den ÖV umlenken,” erklärt Roth gegenüber dem 19-jährigen Mariss Hof.
Lukas Richard stellt FDP-Vizepräsident Andri Silberschmidt die Frage nach der Mobilitätsbon-Initiative, die eine Flugticketabgabe fordert. Silberschmidt ist dagegen und meint: “Wenn das Fliegen teurer werden soll, sollte dieses Geld im Flugverkehr investiert werden.” Zudem betont er, dass Privatjet-Nutzer für ihre Verursachungskosten aufkommen sollten.
Celine Furrer hinterfragt bei Grünen-Vizepräsidentin Marionna Schlatter das Thema Tempo 30. Während Messungen zeigen, dass Flüsterbeläge den Lärm effektiver reduzieren könnten, hält Schlatter fest: “Flüsterbeläge sind für Gemeinden teuer und halten nicht lange.” Zudem habe Tempo 30 mehrere Vorteile wie Verkehrssicherheit und Lebensqualität.