Der renommierte Zürcher Galerist Bruno Bischofberger, bekannt für seine Unterstützung der Pop-Art-Ikonen Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat, ist verstorben. Seine Rolle überstieg die eines gewöhnlichen Galeristen bei weitem: Er entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zum engen Freund, Ratgeber und kreativen Partner zahlreicher Künstler. Besonders tief war seine Verbindung zu Warhol; in den 1960er Jahren kaufte Bischofberger elf frühzeitige Werke Warhols für einen damals als exorbitant geltenden Preis. Im Gegenzug sicherte er sich das Vorkaufsrecht an Warhols weiteren Arbeiten – eine Vereinbarung, die bis zum Tod des Pop-Art-Pioniers im Jahr 1987 Bestand hatte.
Ein entscheidender Moment in Bischofbergers Karriere war seine Initiative, eine künstlerische Zusammenarbeit zwischen Warhol und Basquiat zu fördern. Im Jahr 1984 schlug er die Partnerschaft vor, die zu einer Reihe von Werken führte, welche heute als essenziell für das Verständnis der zeitgenössischen Kunstgeschichte gelten.
Regionaljournal ZH/SH, 10.5.2026, 17:30 Uhr; sda/gert; hues