Wer sind die Hoffnungsträger des Eurovision Song Contests (ESC) 2026 und welche Beiträge könnten für Unmut sorgen? Ein Blick auf den Wiener ESC gibt Aufschluss. Finnland führt das Feld mit ihrem Beitrag «Liekinheitin» an, der seit Mitte Februar die Spitzenposition in den Wettquoten hält. Ein Sieg könnte Finnlands zweiten Triumph nach Lordis «Hard Rock Hallelujah» im Jahr 2006 markieren.
Ein interessantes Muster zeigt sich bei vielen Favoriten: Die Lieder werden überwiegend in der jeweiligen Landessprache vorgetragen, wie auch die Beiträge aus Dänemark, Frankreich und Griechenland. Letztere haben mit «Ferto» an Popularität gewonnen und gelten mittlerweile als Geheimfavoriten.
Einen besonderen Stellenwert hat das Austragungsland Österreich in der Diskussion um die ESC-Theorie: Mit Cosmó und «Tanzschein» könnte es darum gehen, den eigenen Sieg zu vermeiden. Aktuelle Umfragen deuten jedoch darauf hin, dass eine erneute Ausrichtung des Wettbewerbs durch das ORF nicht droht.
Estland hofft mit dem Comeback von Vanilla Ninja auf Erfolg – der gleichen Band, die 2005 für die Schweiz den achten Platz erreichte. Mit «Too Epic To Be True» scheint dies jedoch schwieriger zu werden, da sie bei Fans weniger Anklang findet.
Rumäniens Beitrag «Choke Me» löste eine moralische Debatte aus, da der Text mit sexueller Gewalt assoziiert wird. Trotzdem sehen Wettbüros gute Chancen für einen hohen Platz.
Frankreich, vertreten durch Monroe und das Lied «Regarde !», scheint bestrebt zu sein, den Sieg 2026 einzufahren. Erste Proben lassen auf eine beeindruckende Bühnenpräsentation schließen.
Bulgarien könnte mit dem orientalisch angehauchten Dance-Pop-Song «Bangaranga» überraschen. Solche Musikstücke haben in der Vergangenheit, wie Zyperns «Fuego», Israels «Unicorn» oder Spaniens «SloMo», hohe Platzierungen erreicht.
Veronica Fusaro tritt mit «Alice» im zweiten Halbfinale an. Die Einschätzungen sind geteilt: In Fan-Umfragen rangiert die Schweiz meist mittelmäßig, während die Wettquoten wenig Hoffnung machen. Ein Finaleinzug bleibt unsicher.
Um mehr Fairness zu gewährleisten, wurden einige Regeln geändert. Jeder Teilnehmer kann nun nur noch zehn Stimmen pro Voting-Methode abgeben – früher waren es 20. Zudem werden die Länder-Jurys auch in den Halbfinals ihre Stimmen abgeben.
Strengere Vorschriften sollen außerdem intensive Promotions einzelner Beiträge, insbesondere durch staatlich unterstützte Social-Media-Kampagnen, eindämmen.
Die Halbfinals finden am 12. und 14. Mai 2026 statt, das Finale am 16. Mai – jeweils ab 21 Uhr. SRF überträgt alle Sendungen live. Vor dem ersten Halbfinale zeigt SRF 2 eine ESC-Warm-Up-Show mit Sandra Studer.
Radio SRF 3 berichtete darüber am 4. Mai 2026 um 7:20 Uhr.