Die wirtschaftliche Situation hat zu einer Zunahme der Fälle in der Existenzsicherung ESI geführt, was die Sozialen Dienste in Luzern stärker belastet. Als Reaktion darauf plant der Stadtrat, zusätzliches Personal einzustellen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.
Seit Juni 2025 ist ein Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen, was auf die prekäre Lage am Arbeitsmarkt zurückzuführen sein könnte. Zudem wird festgestellt, dass viele Fälle komplexer und zeitaufwendiger werden. Die durchschnittliche Betreuungszahl pro 100 Stellenprozent lag im Januar 2026 bei 81 Fällen, was den Richtwert von 75 übersteigt. Um die Qualität der Fallbearbeitung zu gewährleisten und Überlastungen zu vermeiden, sieht das städtische Ressourcen- und Controllinginstrument RCI eine Personalverstärkung vor.
Geplant sind zusätzliche 160 Stellenprozente für die Fallführung der wirtschaftlichen Sozialhilfe und 80 Stellenprozente für die Sachbearbeitung. Die Sozial- und Sicherheitsdirektorin Melanie Setz (SP) betont: «Mit unserem Antrag soll sichergestellt werden, dass die Stadt Luzern weiterhin über eine personell ausreichend ausgestattete Sozialhilfe verfügt. Das ist auch Ausdruck einer solidarischen und verantwortungsvollen Stadtpolitik.»
Der Stadtrat beantragt dem Parlament jährliche Mittel in Höhe von 320’000 Franken sowie für das Jahr 2026 einen Nachtragskredit von 160’000 Franken. Die Beratung der Vorlage ist für den 25. Juni vorgesehen.
Verwendete Quellen:
Medienmitteilung der Stadt Luzern