Hana Fink berichtet, dass Kantonsrätin Agnes Keller-Bucher (Mitte) fordert, junge Fahrer während der Probezeit von PS-starken Autos fernzuhalten. Der Regierungsrat sieht das Anliegen zwar als berechtigt an, ist jedoch nicht zuständig für eine Umsetzung eines solchen Verbots. Die Kompetenz liegt laut Regierungsrat ausschließlich beim Bund, der sich bisher gegen ähnliche Initiativen entschieden hat. Der Bundesrat argumentiert, dass die Motorleistung bei Unfällen junger Fahrer kaum relevant sei und eine PS-Begrenzung daher wenig zur Verkehrssicherheit beitrage.
Trotzdem setzt Kantonsrätin Keller-Bucher auf alternative Maßnahmen. Sie kritisiert insbesondere Mietangebote für hochmotorisierte Autos, die vor allem junge Männer anziehen könnten, um sich und anderen etwas zu beweisen. Der Regierungsrat nimmt das Postulat teilweise an, indem er Prävention und Sensibilisierung prüfen will. Die Luzerner Polizei hat bereits 2025 die Kampagne „Poser“ gestartet und plant diese im Sommer 2026 fortzusetzen. Dazu gehören auch verstärkte Verkehrskontrollen.
Der Kanton erwägt zudem, Informationsmaterial für Neulenker und Fahrlehrpersonen zu entwickeln. Eine nationale Kampagne ist ebenfalls denkbar. Kostenpunkt einer kantonalen Initiative: 20’000 bis 30’000 Franken.