Die Fußballschweiz feierte den FC Thun als sensationellen Schweizer Meister. Roman Bürki, einstiger Star bei Borussia Dortmund und nun Torhüter in St. Louis, USA, verfolgte diese Entwicklung mit Interesse. Die Brüder Bürki tauschten sich über die unerwarteten Erfolge aus. Marco Bürki erinnert daran, dass Roman immer sein Vorbild war. Trotzdem überraschte ihn der Titelgewinn des FC Thun. Der jüngere Bürki betont: «Es ist speziell für mich, dass jetzt Kinder in der Schweiz meinen Namen kennen.» Die Brüder wuchsen in Münsingen auf und durchliefen die Juniorenstufen von Berns Young Boys. Während Roman bis 2022 bei Dortmund spielte, fand Marco nach Stationen in Thun und Belgien wieder zurück zum FC Thun. Er ist nun Captain und bleibt dem Verein bis Sommer 2028 treu.
Beide tragen als Kapitäne Verantwortung für ihre Teams. Ihre Führungsstile unterscheiden sich: Roman ist direkt, während Marco mit positiver Energie ansteckt. Der ältere Bruder gesteht zu: «Marco ist weiter in der Erwachsenenwelt.» Diese Selbsteinschätzung floss auch in die Unterstützung ein, als Roman beim BVB Schwierigkeiten hatte.
Beide beneiden sich gegenseitig um Erfolge – Marco wünscht sich den Titelgewinn, während er Romans früheren Glanz bewundert. Die Unterschiede zwischen europäischem Fußball und der Major League Soccer betont Roman: In Europa herrsche ein ausgeprägter Personenkult, in den USA sei das Leben entspannter.
Das Beziehungsgedanken hält an: Marco träumt davon, mit Roman zu spielen, während Roman die Schweiz für ihre Wetterbedingungen schätzt. Er sieht seine Zukunft nicht in der Heimat, könnte sich jedoch einen Rückkehr seiner Frau vorstellen.