Die Vorwahl in Kentucky rückte besonders ins Rampenlicht, nachdem Massie sich wiederholt gegen Trumps militärische Aktionen im Iran positionierte und gemeinsam mit dem Demokraten Ro Khanna ein Gesetz für die Veröffentlichung von Ermittlungsdokumenten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein vorantrieb.
Trump feuerte unmittelbar am Wahltag eine Serie an Posts ab, in denen er Massie als den schlechtesten Kongressabgeordneten der US-Geschichte oder zumindest seiner Partei diffamierte. Trumps Aufruf lautete: «Kentucky, schmeisst diesen VERSAGER bei der Wahl am Dienstag aus der Politik!»
Nach 14 Jahren im Kongress ist Massie ein bekanntes Gesicht in der Republikanischen Partei, was die Vorwahl zu einer Art Test für Trumps Fähigkeit machte, seine Basis effektiv zu mobilisieren. Im November stehen Zwischenwahlen an, bei denen das Repräsentantenhaus und Teile des Senats neu gewählt werden.
Sollten die Republikaner in einer der beiden Kammern ihre knappe Mehrheit verlieren, müsste Trump mit verstärktem Widerstand gegen seine Gesetzesvorhaben rechnen. Außerdem könnte ein weiteres Amtsenthebungsverfahren drohen.
SRF 4 News, 20.5.2026, 03:00 Uhr