Am frühen Mittwochmorgen stürzte eine aus Russland kommende Drohne in einen Schornstein des estnischen Auvere-Kraftwerks, berichtet der estnische Rundfunk ERR. Der Vorfall verursachte keine Verletzungen und hinterließ die Energieinfrastruktur unbeschädigt.
Gleichzeitig meldeten lettische Behörden, dass auch in Lettland eine Drohne den Luftraum überfliegt hatte. Diese Ereignisse fallen zusammen mit Angriffen ukrainischer Drohnen auf den russischen Ostseehafen Ust-Luga und Bränden in der Ölanlage des Hafens Primorsk, gegenüber von Ust-Luga.
Der Sprecher des estnischen Inlandsgeheimdiensts ISS teilte laut ERR mit, dass die Drohne um 3:43 Uhr am 25. März den Schornstein traf und dabei niemand zu Schaden kam. Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Drohne sei weder speziell auf das Kraftwerk noch allgemein auf Estland abgefeuert worden.
Generalstaatsanwältin Astrid Asi gab an, dass die erste Analyse darauf hindeutet, dass die Drohne nicht auf Estland abzielte. Man habe unmittelbar Maßnahmen eingeleitet und eine Untersuchung gestartet, um die genauen Hintergründe zu klären. Der ISS führt die Ermittlungen unter der Aufsicht der Staatsanwaltschaft durch.