In Palm Beach County, einem Wahlbezirk von Donald Trump, eroberte die Demokratin Emily Gregory kürzlich einen Sitz bei einer Nachwahl. Dies markiert eine der jüngsten Niederlagen für die Republikaner seit Trumps Amtsantritt; es gelang ihnen nicht, selbst einen einzigen Sitz von den Demokraten zurückzuerobern. Gregory besiegte den republikanischen Kandidaten Jon Maples mit einem Vorsprung von 2,4 Prozent, woraufhin Trump sich distanzierte, obwohl er Maples anfangs unterstützt hatte.
Demokratische Siege in traditionell republikanischen Gegenden werden als mögliche Vorzeichen für die Midterm-Wahlen im November gedeutet. Bobbi Boudman errang im März 2026 einen überraschenden Sieg in einem ländlichen Bezirk New Hampshires mit etwa 52 Prozent gegen den Republikaner Dale Fincher.
Die Regierungspartei unter Trump steht vor dem Verlust von Sitzen im Kongress, was eine seit langem anerkannte Faustregel für Midterms ist. Die schlechten Umfragewerte des Präsidenten könnten die ohnehin schwierige Aufgabe, ihre schmale Mehrheit im Repräsentantenhaus zu behalten, zusätzlich erschweren. Trotz der Zeit bis zur Wahl am 3. November deuten Muster auf eine erfolgreiche demokratische Strategie hin, insbesondere durch das Thema hoher Lebenshaltungskosten.
In Texas erzielte Taylor Rehmet im November 2025 einen bemerkenswerten Erfolg in einem tiefrot geprägten Bezirk und gewann mit 57 Prozent der Stimmen gegen die Republikanerin Leigh Wambsganss. Ein weiterer demokratischer Durchbruch erfolgte in Arkansas, als Alex Holladay im März 2026 einen zuvor republikanisch gehaltenen Sitz eroberte.
In Virginia sicherten sich die Demokraten bei der Wahl des Abgeordnetenhauses 64 Sitze – darunter 13 bisher republikanische Mandate. Kurz vor den Wahlen gelang es ihnen, die Kongresswahlkreise neu zu gestalten, um ihre Position zu stärken.
Im Dezember 2025 gewann Eileen Higgins in Miami mit rund 60 Prozent der Stimmen gegen Emilio González und beendete eine 30-jährige republikanische Vorherrschaft im Rathaus. Diese Wahl erregte nationale Aufmerksamkeit, da Trump sich persönlich einmischte.
Heather Williams vom «Democratic Legislative Campaign Committee» betonte, dass die steigenden Preise für Benzin und Lebensmittel zu wachsender Unzufriedenheit mit den Republikanern führen. Diese Unzufriedenheit spiegelt sich nun in Wahlergebnissen wider.
Die Erfolge der Demokraten in früher republikanischen Gebieten könnten auf eine bedeutende Stimmungsverschiebung hindeuten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Tendenz bei den Midterm-Wahlen Bestand hat und sich landesweit durchsetzt.