Am Morgen zogen laut einer dpa-Berichterstattung Zehntausende Menschen, darunter viele ältere Teilnehmer, über die Memorial Bridge in Richtung der Innenstadt von Washington. Die Organisatoren, eine Allianz aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, rechneten nach Medienangaben mit etwa neun Millionen Beteiligten landesweit und bezeichneten dies als einen der größten Proteste in der Geschichte des Landes. Bereits im Vorjahr hatten ähnliche Aktionen Millionen auf die Straße gebracht.
Als Hauptveranstaltung wird eine Kundgebung in St. Paul, Minnesota, angesehen, bei der bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet werden.
Hintergrund sind unter anderem umstrittene Bundesmaßnahmen gegen Migration, die zu wochenlangen Protesten in der Region führten und bei denen zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten starben. In vielen weiteren Städten sind Demonstrationen geplant oder bereits gestartet. Die Organisatoren berichten in den Medien, dass viele Anmeldungen aus konservativ geprägten ländlichen Gegenden und Vororten kommen, nicht nur aus traditionellen Demokraten-Hochburgen.
Die Proteste richten sich gegen die Migrationspolitik der Regierung, aber auch gegen außenpolitische Entscheidungen sowie steigende Lebenshaltungskosten. Kritiker werfen Trump vor, demokratische Prinzipien wie Meinungsfreiheit und Bürgerrechte zu untergraben. Die Organisationen erklärten: «Trump will wie ein Tyrann über uns herrschen. Aber dies ist Amerika, und die Macht liegt beim Volk – nicht bei Möchtegern-Königen oder ihren milliardenschweren Kumpanen.»
Tagesschau am Vorabend, 28.03.2026, 18:00 Uhr; sda/horm; hesa