Zu Beginn des Konflikts prognostizierte Donald Trump, dass der Krieg gegen den Iran zwischen vier und fünf Wochen dauern würde. Die Anstrengungen, das Regime zu stürzen, dessen Raketen- und Drohnenprogramme zu zerstören, die Seestreitkräfte auszuschalten, das Nuklearprogramm zu beenden und finanzielle Ressourcen zu entziehen, laufen seit vier Wochen. Diese Bemühungen werden hauptsächlich von der Luft aus geführt. Israel hat dabei deutlich mehr Einsätze durchgeführt als die USA, wie Daten des Konfliktforschungsinstituts Acled belegen. Laut dem zuständigen Centcom wurden über 10.000 Ziele in Iran angegriffen.
In den ersten zwei Wochen erreichten die Luftangriffe ihren Höhepunkt. Seitdem haben sich israelische Angriffe zurückgenommen, während die USA ihre Aktivitäten konstant hielten. Jüngst gibt es eine Erhöhung der gemeinsamen Einsätze beider Länder. Der Rückgang der Angriffsintensität wird laut CSIS mit technischen und personellen Gründen erklärt.
Forscher der Oregon State University haben mittels Satellitendaten die Zerstörung von Gebäuden nachverfolgt. Die USA und Israel erzielten schnell eine Lufthoheit, täglich wurden strategische Ziele angegriffen. Nach der Intensivphase konzentrierten sich Angriffe auf nukleare Einrichtungen und die Marine in der Straße von Hormuz.
Etwa 700 Angriffe zielten auf Teheran ab, um das Regime zu destabilisieren, darunter gezielte Schläge gegen Führungspersonen. Die Hauptziele waren militärische Einrichtungen und Infrastruktur der Revolutionswächter.
Trotz erheblicher Zerstörung bleibt die iranische Regierung bestehen. Der Widerstand innerhalb des Landes ist gering, während Iran weiterhin Vergeltungsangriffe durchführt. Die Streitkräfte zielen auf Raketen- und Drohnenstellungen landesweit ab, besonders in Isfahan. Laut Reuters wurden zwei Drittel der Raketen zerstört, die Abschussrampen sind weitgehend außer Betrieb.
Nuklearanlagen in Isfahan und Natanz stehen ebenfalls unter Beschuss, um den Wiederaufbau zu verhindern. Die genaue Lokalisierung von auf 60 Prozent angereichertem Uran bleibt unklar.
Die Region um Mashhad wurde bisher wenig angegriffen, obwohl sie militärisch bedeutend ist. Iran nutzt weiterhin seine verbleibenden Raketen und Drohnen zur Bedrohung, besonders in der Straße von Hormuz. Bandar Abbas spielt eine zentrale Rolle im iranischen Marinevorgehen.
Trotz schwerer Schäden behält Iran die Kontrolle über die strategische Wasserstraße. Donald Trump betonte dennoch die Gefahr durch verbleibende Kapazitäten.
Verhandlungen zwischen USA und Iran könnten das Kriegsende einläuten, während die Angriffe weitergehen. Die US-Streitkräfte verstärken ihre Präsenz in der Region mit zusätzlichen Truppen. Der Krieg hat bereits Milliardenkosten verursacht.
Die Munitionsversorgung für anhaltende Einsätze ist prekär, was zu einer möglichen Drosselung führen könnte. Die Schwächung der Frühwarnsysteme durch iranische Angriffe erhöht das Risiko weiterer Verluste. Das Verteidigungsministerium fordert zusätzliche 200 Milliarden Dollar für den Krieg, mit dem Ziel eines schnellen Endes.
Aussenminister Rubio rechnet mit ein bis zwei Wochen für die Beendigung des Konflikts.