Luzernische Backwaren erfreuen sich landesweiter Beliebtheit, was zur Expansion mehrerer Familienbetriebe führt. Der Sektor bietet jedoch keine Selbstläufe mehr. Die Hug Bäckerei in Luzern expandiert und plant die Eröffnung einer neuen Filiale in Winterthur bei der Bahnhofsanlage im Sommer. Aktuell sucht sie nach Mitarbeitern, wie aus Stellenausschreibungen hervorgeht. Obwohl Hug nun 18 Standorte betreibt, bleibt es hinter Bachmann zurück. Abo-Inhalte bieten Einblicke in: – Die Expansion der Luzerner Bäckereien – Betriebe, die regional bleiben oder aufgeben Luzern ist ein umkämpfter Markt für Bäckereien. Hier befindet sich Richemont, eine bedeutende Ausbildungsstätte im Bäckerhandwerk. Die Hug-Bäckerei, gegründet 1877, eröffnete kürzlich ihren Standort in Winterthur, obwohl sie vor kurzem das Löwencenter schloss. Bachmann expandiert ebenfalls stark mit einem geplanten Produktionsstandort außerhalb Luzerns zur Deckung des Bedarfs in ausserkantonalen Filialen. Die Brüder Matthias und Raphael Bachmann, die den Betrieb seit 1897 leiten, streben eine Expansion an, um mit Großhändlern mithalten zu können. Macchi Bäckerei bleibt der Region treu, mit sieben Standorten in Luzern. Geschäftsführer Markus Krummenacher bestätigt keine Pläne zur weiteren Expansion über die Zentralschweiz hinaus. Die Heini-Familie expandiert nicht außerhalb von Luzern, obwohl „Treichler“ Teil der Gruppe ist. Auch bei Bäckerei Moos bleibt es bei sieben Standorten in Luzern und Umgebung unter Leitung von Fabienne Mezzadri-Moos. Während einige Betriebe expandieren, schließen andere: Odermatt im Jahr 2024, „Emma’s Bäckerei“ und „Suter’s Meile“. Die Schließung von Künzli erfolgt aufgrund fehlender Nachfolge; die Filialen werden jedoch durch Hänggi übernommen. Billigpreise durch Grossverteiler, wie Aldis 99-Rappen-Brot, machen das Bäckereigeschäft herausfordernd. Silvan Hotz vom Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verband kritisiert solche Preise als Dumping. Dennoch ist Luzerner Brot landesweit populär und wird wahrscheinlich häufiger erscheinen. Quellen: Jobinserate, Medienberichte, Austausch mit Geschäftsführern.