Die Stadt Zug setzt auf eine umfassende Sanierung des alten Gebäudes an der Artherstrasse 112 in Oberwil. Für rund 2,9 Millionen Franken soll das Bauwerk, ein schützenswertes Denkmal aus dem Jahr 1831, völlig für die Freizeitanlage Oberwil umgestaltet werden, wie die «Zuger Zeitung» berichtet.
Laut Stadtverwaltung ist der Gebäudekomplex stark sanierungsbedürftig und soll nach den Arbeiten ausschließlich von der Stiftung Freizeitanlage Oberwil genutzt werden. Das rund 1700 Quadratmeter große Grundstück, direkt am See gelegen, erfordert dringend Maßnahmen an Gebäudehülle, Haustechnik, Brandschutz und Statik.
Bis zum Jahr 2025 befanden sich im Ober- und Dachgeschoss noch Wohnungen. Aufgrund der Lage in einer Zone für Bauten von öffentlichem Interesse wurden diese jedoch aufgehoben. Aktuell dient das Erdgeschoss mit seinen Räumlichkeiten bereits als Austragungsort für etwa 130 Kurse pro Jahr, die von ungefähr 1800 Personen besucht werden. Dort finden Aktivitäten wie Kochen, Malen und Yoga statt.
Die Pläne umfassen zudem den Einbau eines Bistros im Untergeschoss, zusätzliche Toilettenanlagen sowie neue Räumlichkeiten für Aufenthalte, Gruppenaktivitäten und Veranstaltungen. Der Grosse Gemeinderat wird am 26. Mai über den erforderlichen Kredit entscheiden. Geplant ist die Eröffnung des erneuerten Gebäudes im August 2028.
Das Projekt an der Artherstrasse 112 ist Teil mehrerer Baumaßnahmen in Oberwil, darunter auch die geplante Errichtung von drei Einfamilienhäusern und einem Mehrfamilienhaus an derselben Straße (zentralplus berichtete).