Unweit der Front in Ostukraine rast ein unbemanntes Fahrzeug über ein umgepflügtes Feld. Ohne sichtbaren Fahrer meistert es Hindernisse wie Erdhaufen und Schlammlöcher, unterstützt von einem Elektromotor ähnlich dem eines ferngesteuerten Spielzeugs – doch es ist ein Kriegsgerät.
Kämpfer der 3. Sturmbrigade, einer Eliteeinheit der ukrainischen Armee mit Wurzeln in ultranationalistischen Kreisen, präsentieren ihren neuen Bodenroboter. «Die Roboter werden hauptsächlich für logistische Zwecke und zur Evakuierung von Verletzten eingesetzt», erklärt ein Soldat namens “Kozak”. Die Frontzone ist zunehmend gefährlicher geworden, was den Einsatz dieser Technologie notwendig macht.
Entwickelt wurden die Roboter speziell für die «Kill Zone» – einen 20 Kilometer breiten Streifen beidseits der Frontlinie, in dem ständige Drohnenüberwachung herrscht. Menschen riskieren sofortigen Angriff, während Bodenroboter oft unentdeckt bleiben. Sie transportieren Munition und Vorräte zu vordersten Stellungen, wo Autos oder LKWs von russischen Drohnen abgeschossen würden.
Demonstrationen der Brigade zeigen die Roboter über kilometerlange Feldwege fahren, bis sie ihre Last bei den Soldaten in ihren Verstecken abgeben. Presseoffizier “Disney” betont: «Wird ein Auto angegriffen, fallen Menschenleben; greifen Russen einen Roboter an, ist nur der Fahrzeuginhalt verloren.»
Die Robotisierung soll den Mangel an Soldaten ausgleichen und Verwundete evakuieren helfen. Es gibt bereits ferngesteuerte Fahrzeuge mit Maschinengewehren für Angriffe auf feindliche Stellungen. Die Steuerung erfolgt aus sicheren Unterständen, wo Männer wie “Kozak” die Roboter per Joystick navigieren.
“Das ist der Beginn einer neuen Kriegsära”, sagt Disney. Der Bodenroboter wird nun zurückgeladen und auf einen Pick-up geladen. Die Soldaten bereiten sich auf ihre nächste Mission vor, während das Gefährt für eine nächtliche Operation eingeplant wird.