Hanspeter Rieder ist verwundert über eine Rechnung von der Firma Mobility Hub Parkservice, die ihm 61 Franken für nicht bezahlte Parkgebühren in Rechnung stellt. Am Tag des Vorfalls war er tatsächlich bei der Migros Dreispitz in Basel einkaufen, allerdings ohne sich einer Schuld bewusst zu sein.
Rieder merkt an, dass die Schranke beim Eingang offen gewesen sei, was ihm den Anschein gegeben habe, dass kein Parkgeld fällig ist. Er verweist darauf, dass solche Fälle während Revisionen vorkommen könnten. Jedoch war die Schranke zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Betrieb, da knapp vier Wochen zuvor ein neues System ohne physische Schranke eingeführt wurde.
Das neue Parksystem funktioniert mit einer Kennzeichen-Erfassung bei Einfahrt und Ausfahrt. Die Gebühr muss im Voraus bezahlt werden, was Rieder nicht wusste. Er ist nicht der einzige Unzufriedene; auf Plattformen wie Trustpilot finden sich zahlreiche negative Bewertungen für die Firma.
Mobility Hub Parkservice verwaltet etwa zehn Prozent der Schweizer Parkflächen und arbeitet auch mit Migros zusammen, wo das System bereits an mehreren Standorten eingeführt wurde. Prisca Huguenin-dit-Lenoir von Migros betont, dass das System insgesamt positiv aufgenommen wird.
Rieder hingegen empfindet die Rechnung als übertrieben und erinnert sich nicht an Hinweise zur neuen Parkregelung. Er bemerkt zwar Beschilderungen, war aber mehr mit dem Verkehr beschäftigt.
Migros behauptet, dass das System gut funktioniert, da es nur wenige Beschwerden gibt. Die 61 Franken von Rieder umfassen eine Umtriebsentschädigung von 60 Franken sowie die Parkgebühr von einem Franken – im Vergleich zu einer normalen Busse von 40 Franken.
Obwohl die Mobility Hub Parkservice den unauffälligen Charakter ihres Systems lobt, hätte Rieder ein deutlicheres Signal bevorzugt, um auf das neue Regime hinzuweisen. (Regionaljournal Basel, 08.04.2026, 17:30 Uhr)