Im Kanton Luzern gibt es nicht genügend Schutzplätze für alle Einwohner. Laut Isabelle Dahinden zeigt sich dies besonders in mehreren Gemeinden, wo der Zivilschutz zunehmend unter Druck gerät.
Ende 2025 weist die Statistik eine Unterdeckung von 3463 Plätzen auf, wie die “Luzerner Zeitung” berichtet. Betroffen sind insbesondere 16 Gemeinden, was bedeutet, dass jede fünfte Luzerner Gemeinde nicht über ausreichend Schutzplätze verfügt.
Der Kanton führt mehrere Gründe für den Mangel an. Bei Kontrollen wurden zahlreiche Schutzräume mit Mängeln identifiziert, die erst nach Behebung der Probleme wieder in die Schutzplatzbilanz aufgenommen werden können. Betroffen ist im Durchschnitt jeder zehnte der rund 17’500 Schutzräume im Kanton. Gleichzeitig steigt die Bevölkerungszahl, während neue Schutzräume wegen Bauaktivitäten nicht in gleichem Maße hinzukommen.
Im Ernstfall werden bei lokalen Ereignissen überregionale öffentliche Schutzräume genutzt. Manche Gemeinden erfüllen oder übertreffen sogar den erforderlichen Platzbedarf. “Sollte es zu einem flächendeckenden Ereignis kommen und der Bezug von Schutzräumen angeordnet werden, können die Kapazitäten in Gemeinden mit Unterdeckung kurzfristig bis zu zehn Prozent überschritten werden”, so das Justiz- und Sicherheitsdepartement.
Die aktuelle Bilanz zeigt deutlich: Die Versorgung mit Schutzräumen ist auch in Luzern keine Selbstverständlichkeit mehr.
Verwendete Quellen:
Artikel in der “Luzerner Zeitung”