Nach jahrelangen Verzögerungen soll das umstrittene Bauprojekt am Zugersee bald in die Tat umgesetzt werden. Die Alfred Müller AG hat nun eine rechtskräftige Baubewilligung für den Bau der «Residenz am Zugersee» erhalten, wie die “Zuger Zeitung” berichtet. Es sind 56 Eigentumswohnungen im gehobenen Segment geplant, verteilt auf acht Mehrfamilienhäuser. Der Startschuss für den Bau könnte in Kürze fallen.
Auf dem Salesianum-Areal entstehen exklusive Wohnungen mit einer Größe von 2,5 bis 6,5 Zimmern, die im oberen Preissegment liegen, wie auf der Website der Alfred Müller AG angegeben wird. Das Vorhaben beschäftigt die Gemeinde Zug seit Jahren. Bereits vor mehr als einem Jahrzehnt wurden Pläne für den Bau bekannt gegeben; 2007 erfuhr die Öffentlichkeit von dem Vorhaben, das damals aufgrund zahlreicher Herausforderungen immer wieder überarbeitet werden musste.
Trotz Gerichtsverfahren und Einsprachen konnte nun eine Einigung erreicht werden. Ursprünglich waren 60 Wohnungen geplant, doch die Anzahl wurde auf 56 reduziert, nachdem vier Attikawohnungen entfernt wurden. Dies führte zu mehr Durchsicht und erleichterte den Konsens mit den Nachbarn.
Trotz der Fortschritte wird kritisiert, dass das Projekt keine günstigen Wohnungen umfasst. Die geplanten Eigentumswohnungen befinden sich im gehobenen Segment. Laut Christoph Müller, Verwaltungsratspräsident der Bauherrschaft und zitiert in der “Zuger Zeitung”, war die Wohnungsnot vor Jahren im Kanton Zug kein so großes Thema. Die Erschließung neuer Wohnungen führe dazu, dass ältere und günstigere Wohnungen freikommen. Zudem werde im Kanton auch bezahlbare Wohnungen angeboten.
Verwendete Quellen:
Mitteilung der Alfred Müller AG, Artikel in der “Zuger Zeitung”.