Die Planungen für ein neues dreistöckiges Restaurantgebäude auf dem Stanserhorn stehen voran. Der Entwurf sieht eine Konstruktion aus Holz und Glas mit mehreren Restaurants sowie Seminarräumen im Inneren vor, ergänzt durch zwei Terrassen nach aussen. Die Umsetzung ist für die Jahre 2028 bis 2030 vorgesehen, unterstützt durch den Bau einer Materialseilbahn.
Peter Bircher, Geschäftsführer der Stanserhorn-Bahn, erklärte, dass die bestehende Infrastruktur nicht mehr zeitgemäss sei. Seit Inbetriebnahme der Cabrio-Luftseilbahn im Jahr 2012 verzeichnet das Stanserhorn einen Anstieg um 60 Prozent bei den Gästenzahlen. Das seit 2001 in Betrieb befindliche Drehrestaurant reiche diesen Bedürfnissen nicht mehr gerecht.
Der Platzmangel und die steigende Nachfrage nach einem bedienten Restaurant, wo aktuell nur ein Selbstbedienungslokal existiert, sind ausschlaggebend. “Wir nehmen die veränderten Anforderungen ernst”, betonte Bircher.
Das Stanserhorn blickt auf eine lange touristische Tradition zurück: Bereits 1893 errichteten die Hotelpioniere Franz Josef Bucher und Josef Durrer eine Standseilbahn. Nach dem Brand des Hotels im Jahr 1971 wurde das oberste Teilstück der Standseilbahn durch eine Luftseilbahn ersetzt, die seit 2012 als Cabrio-Luftseilbahn mit offenem Oberdeck betrieben wird; die erste Sektion bleibt als originale Standseilbahn bestehen.
Im Gegensatz zu anderen Berghäusern wie der Rigi oder dem Pilatus bleibt das Stanserhorn ein saisonaler Ausflugsort ohne Übernachtungsmöglichkeiten, da ein solcher Betrieb aus Rentabilitätsgründen aufwendig sei. “Wir sind und bleiben ein Tagesausflugsort”, so Bircher.
Aktuell machen internationale Gruppengäste 20 Prozent der Besucher aus, während die restlichen 80 Prozent aus der Schweiz stammen. Dieses Verhältnis soll beibehalten werden; ausländische Gruppen sorgen für eine Grundauslastung, insbesondere bei ungünstigem Wetter. Massentourismus wird vermieden.
Die bestehende Standseilbahn transportiert maximal 234 Personen pro Stunde auf den Berg und fungiert somit als natürliche Beschränkung. Das geplante neue Gebäude soll helfen, die Randzeiten besser auszulasten.