In einer ungewöhnlich humorvollen Episode des Kölner «Tatorts» durchleben Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) eine skurrile Mordermittlung im Fernsehstudio. Die Drehbuchautoren Arne Nolting und Jan Martin Scharf haben den charakteristischen Ernst der Kommissare beiseitegelegt, um einen mit Selbstironie angereicherten Kölner Karnevalismus einzubringen.
Die Ermittlungen finden in einem fiktiven Kindersendungsstudio statt, das an die «Sendung mit der Maus» erinnert. Unter dem Titel «Sachen und Lachen» wird der verstorbene Kameramann Happy (Niels Bormann) tot in seinem Auto aufgefunden; eine Flasche Kölsch dient als Mordwaffe. Hinter den Kulissen offenbaren sich diverse dunkle Geheimnisse: Pferdewetten, Geldprobleme und persönliche Konflikte.
Im Mittelpunkt steht Frank Anders (Max Giermann), der Star der Sendung. Schenks Begeisterung für ihn schwindet schnell, als er einen seiner Wutausbrüche beobachtet – ein Vorfall, den seine Frau herunterspielt. Die Kommissare stoßen auf die Realität hinter dem glatten Bildschirm und erleben dabei eine Mischung aus Humor und Spannung.
Regisseurin Isabell Šuba verleiht der Kindersendung selbst ein Horror-Element, während zwei Morde das Geschehen vorantreiben. Besonders auffällig ist die intensive Verwendung des Split-Screen-Verfahrens, was den skurrilen Ton dieser «Tatort»-Folge unterstreicht.
Der Kölner «Tatort» wird am Sonntag, 12.4., um 20.05 Uhr auf SRF1 und um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt.