In westlichen Industrienationen intensiviert sich der Eingriff in freie Märkte, da Regierungen zunehmend die Preise manipulieren, um einer wachsenden Skepsis gegenüber dem Markt entgegenzuwirken. Es handelt sich um einen unausgesprochenen Konflikt ohne Bombenangriffe, der dennoch gravierende Folgen für das Fundament des westlichen Wohlstands, die Marktwirtschaft, hat. Im Zentrum dieser Interventionen steht der Preismechanismus, ein wesentlicher Pfeiler der Marktwirtschaft, dessen Unterminierung zu wirtschaftlichem Chaos führt.
Beispiele für diese staatlichen Eingriffe finden sich in den Hauptstädten Europas, wo seit dem iranischen Krieg nahezu täglich Maßnahmen ergriffen werden, um die Benzinpreise künstlich zu senken. In den USA erhöht die Regierung durch Zölle die Preise für Importgüter zum Schutz der heimischen Industrie. In Ländern wie Spanien, Frankreich und Portugal setzen Mietpreisdeckel an, während in Deutschland Höchstpreise für Medikamente festgelegt werden.
Diese staatlichen Eingriffe stoßen oft auf Zustimmung bei der Bevölkerung, da das freie Spiel der Marktkräfte als gefährlich und rücksichtslos wahrgenommen wird. Ein tief verwurzeltes Misstrauen gegenüber der Marktwirtschaft basiert auf sozialen Werten aus früheren Gesellschaftsformen, die Solidarität über Profitstreben stellten.
Linkspolitische Kräfte nutzen dieses gesellschaftliche Resonanzfeld für ihre antikapitalistischen Kampagnen und brandmarken Markteinmischungen als “Marktversagen”, was den Regierungen einen Vorwand bietet, in die Preisbildung einzugreifen. Dies wird von Politikern begrüßt, die sich gerne als Beschützer vor dem Markt präsentieren.
Der Preismechanismus ist jedoch entscheidend für Versorgung und Wohlstand. Walter Eucken betonte, dass eine funktionierende Wirtschaftspolitik diesen Mechanismus aufrechterhalten muss. Carl Menger erkannte die Bedeutung der Nachfrage bei der Preisbildung.
Staatliche Eingriffe in Preise und Mieten sind kontraproduktiv, da sie die Knappheit erhöhen und den Fortschritt hemmen. Friedrich August von Hayek erklärte, dass Preise wichtige Informationen über das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage vermitteln und so Handel, Arbeitsteilung sowie Wohlstand ermöglichen.
Die Ölkrisen der 70er Jahre zeigten, wie hohe Preise Innovationen fördern und den Energieverbrauch reduzieren. Hohe Preise können somit auch eine Lösung für ihre eigenen Probleme sein. Sozialpolitik sollte außerhalb des Marktes stattfinden, um die Wirtschaft unbeschadet zu lassen.
In der Industrie- und Energiepolitik verfolgen Regierungen Interventionismus durch Kaufprämien, Zölle und Steuern, um Verbraucherverhalten zu steuern. Doch woher sollen sie wissen, welche Technologien zukunftsfähig sind? Je mehr die Regierung in den Preismechanismus eingreift, desto größer werden Fehlsteuerungen und Bürokratie.
Ludwig von Mises warnte vor einer Interventionsspirale, bei der jede staatliche Handlung neue Probleme schafft. Es ist höchste Zeit, den Kampf gegen die Marktwirtschaft zu beenden.