Bernadette Koch hat sich entschieden, ihr Mandat im Verwaltungsrat der Schweizerischen Post AG aufzugeben. Bei der post-Generalversammlung im Mai 2027 wird sie nicht mehr zur Wiederwahl antreten, wie es in einer Mitteilung der Schweizerischen Post AG heißt. Diese Entscheidung folgt auf ihre Wahl zum Verwaltungsrat der Luzerner Kantonalbank (hier gehts zum Artikel). Koch passt ihr Mandatsportfolio entsprechend an.
Die Doppelrolle hatte bereits im Januar in Luzern politische Debatten ausgelöst, da sie sowohl im Post-Verwaltungsrat als auch bei einer Bank tätig war, die teilweise mit der Konkurrenz von Postfinance auf dem Finanzmarkt stand. Kritiker befürchteten Interessenkonflikte, insbesondere weil Postfinance möglicherweise zukünftig Kredite vergeben könnte.
Die Luzerner Regierung unterstützte Koch damals und verwies auf Prüfungen durch den Verwaltungsrat der LUKB sowie die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht, welche keinen dauerhaften Interessenkonflikt sahen. Nun löst Koch die Doppelrolle selbst. Die Post wird in den kommenden Wochen eine neue Person für das vakant werdende Mandat suchen.
Verwendete Quellen:
Medienmitteilung der Schweizerischen Post AG.