Ursprünglich plante Collien Fernandes für morgen, an einer Demonstration in Hamburg teilzunehmen. Aufgrund von erheblichen Sicherheitsbedenken wird sie jedoch nicht antreten. Die Moderatorin ist aufgrund von Morddrohungen besorgt und hatte geplant, gegen virtuelle Gewalt an Frauen zu demonstrieren. “Ich wollte dort sprechen”, schreibt sie in einem emotionalen Instagram-Post, fügt jedoch hinzu: “Doch nun gibt es ernsthafte Sicherheitsbedenken wegen Morddrohungen.” In dem Post veröffentlichte Fernandes ein Schwarz-Weiß-Foto von sich selbst mit einem Klebeband über dem Mund. Sie ruft ihre Follower dazu auf, bei der Demonstration für sie laut zu werden, und verdeutlicht damit die emotionale Belastung durch die aktuellen Ereignisse.
Nachdem schockierende Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen bekannt wurden – er soll über Jahre hinweg Fake-Profile erstellt haben, um Sexchats mit Männern aus ihrem beruflichen Umfeld zu führen und gefälschte pornografisches Material sowie Telefonsex mittels KI-generierter Stimme zu betreiben – wurde Fernandes von einer Welle der Solidarität getroffen. Vor dem Brandenburger Tor in Berlin demonstrierten rund 13.000 Menschen für mehr Schutz vor sexualisierter und digitaler Gewalt.
Fernandes, die aktuell an den Dreharbeiten zur ZDF-Serie “Das Traumschiff” in Südostasien teilnahm, hatte diese unterbrochen, um sich in Deutschland für einen besseren gesetzlichen Schutz gegen digitale Gewalt einzusetzen. Sie bedankt sich auf Instagram bei all jenen, die ihr Unterstützung entgegenbringen und ist überwältigt von der Anteilnahme: “Ich weiß gar nicht, was ich sagen oder schreiben soll”, so ihre Worte.